22.11.2020

Das Corona-Bullshit-Tagebuch

Gesellschaft
Das Corona-Virus ist in aller Munde. Und man staunt, was ihm alles angedichtet wird.

Ja, es gibt eine Pandemie aufgrund des neuartigen Corona-Erregers. Aber es gibt auch jeden Winter eine Influenza-Pandemie. Und ich wünsche niemandem, an Covid-19 schwer zu erkranken. Genauso wenig, wie ich es jemandem wünsche, an irgend einem anderen Grippevirus wie eben dem bekannten Influenza-Virus schwer zu erkranken.

Aber mich stört der einseitige, ja, oft sogar hysterische Umgang mit der Pandemie. Deshalb versuche ich, ab jetzt die grössten Übertreibungen und verzerrten Darstellungen in den Medien und Äusserungen von Behörden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in einer Art Tagebuch aufzulisten, dem Corona-Bullshit-Tagebuch. Für weitere Hinweise bin ich übrigens dankbar: mail@samuel-kraehenbuehl.ch

Sonntag, 22. November 2020

CVP-Nationalrätin Ruth Humbel will Ungeimpfte diskriminieren

Die Diskriminierung von Nicht-Geimpften wäre eine Verletzung von elementaren Freiheitsrechten.

Eine Impfung gegen den Corona-Virus rückt langsam, aber sicher in Griffnähe. Das weckt nun auch mehr oder vor allem auch weniger schlaue Ideen bei einigen Politikerinnen. So auch bei CVP-Nationalrätin Ruth Humbel. Sie verlangt laut 20 Minuten, dass ungeimpfte Personen nicht mehr an Grossanlässe dürften. Quasi also diskriminiert würden.

Nun, ich bin kein Impfgegner. Dass man zum Beispiel die Maul- und Klauenseuche beim Rindvieh in den Griff bekommen hat, ist eindeutig auf die systematische Impfung der Viehbestände anfang der Sechziger Jahre zurückzuführen. Und auch eine Corona-Impfung kann unter Umständen Sinn machen.

Skeptisch bin ich zum jetzigen Zeitpunkt punkto Corona-Impfung trotzdem noch. Denn es gibt bessere und schlechtere Impfstoffe. Und vor allem Impfstoffe mit mehr oder weniger Nebenwirkungen. Bei den nun im Schnellverfahren durch die Zulassung gepeitschten Corona-Impfstoffen habe ich da schon meine Vorbehalte.

Aber unabhängig davon, dass ich selber nicht per se gegen das Impfen bin, bin ich selbstverständlich gegen Impfzwang. Und auch gegen jede Form der Diskriminierung von Menschen, welche - aus was für Gründen auch immer - sich nicht impfen lassen wollen. Halten wir die persönliche Freiheit der Bürgerinnen und Bürger hoch.

Denn was kommt sonst als nächstes? Schon heute werden Menschen aus gesundheitlichen Gründen diskriminiert. Raucher etwa haben es schon lange schwer. Fleischesser mittlerweilen auch schon. Schweinefleischesser est recht. In gewissen Schulkantinen ist zumindest Schweinefleisch schon heute ein Tabu. Und erst all die Sportmuffel! Eines schönen Tages verordnet der Staat gar kollektive Fitnessprogramme. So nach dem Motto: "Kraft durch Freude!"

Wehret den Anfängen!

Samstag, 21. November 2020

Deutscher SPD-Politiker rüffelt die Schweiz, hat aber eigentlich keine Ahnung

Der deutsche SPD-Politiker erzählt viel, wenn der Tag lange ist. Doch leider stimmt so ziemlich das Wenigste, was er behauptet.

Wenn wir Schweizer etwas nicht so gerne haben, dann sind es Deutsche, die uns die Welt erklären wollen. Das war bereits früher so, als die Deutschen noch nach dem Motto lebten: "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!". Da haben wir noch lieber Fusspilz oder Hautausschlag, als uns von den Teutonen die Leviten lesen zu lassen.

Ein besonders unangenehmes Exemplar der Gattung deutscher Politiker ist Karl Lauterbach, SPD-Abgeordneter im deutschen Bundestag. Ja, genau. Das ist der gleiche Lauterbach, der schon die Idee hatte, sämtliche 41 Millionen deutsche Haushaltungen ausschnüffeln zu lassen, um allfällige nicht-corona-konforme Familienfeste zu erschnüffeln.

Und nun kritisiert er in einem Blick-Interview die Schweizer Politik massiv. Ja, und jetzt bin ich in der Situation, dass ich die Schweizer Behörden verteidige. Verteidigen muss. Denn Lauterbach hat einfach keine Ahnung. Er pupt einfach ziemlich faktenfrei mal drauflos. "Man hat etwa keine Konzepte für Schulen vorbereitet, Intensivkapazitäten in Spitälern nicht ausreichend ausgebaut und die Bevölkerung nicht gewarnt."

In diesem Satz ist ungefähr alles falsch. Die Schulen haben sehr wohl Covid-19-Konzepte. Die entsprechenden, sehr detaillierten und gewiss nicht zu wenig strengen Vorgaben wurden durch die Erziehungsdirektionen erarbeitet. Ich habe das im Kanton Bern als Mitglied der Bildungskommission direkt mitbekommen.

Auch die Behauptung, man habe die Intensivkapazitäten in den Spitälern nicht ausreichend ausgebaut, ist einfach quatsch. Denn die Intensivbetten wurden sehr wohl schon ausgebaut. Aktuell stehen 1134 Intensivbetten in der ganzen Schweiz zur Verfügung, von denen übrigens - Stand 20.11.2020 - 912 belegt und also gut 200 noch frei sind. Weitere rund 300 könnten bei Bedarf auf 1400 insgesamt ausgebaut werden. Aktuell ist das aber gar nicht nötig, weil die bestehenden Kapazitäten ausreichen.

Doch wessen Geistes Kind Lauterbach ist, sieht man in seiner Antwort auf die Frage, ob der zweite Lockdown seit Anfang November in Deutschland nicht übertrieben sei. "Nein, das war allerhöchste Eisenbahn. Wir haben sehr spät, aber dann gut reagiert. Und jetzt müssen wir noch mehr machen, um die Probleme in den Schulen und bei privaten Feiern in den Griff zu bekommen."

Da kann ich nur sagen: Zum Glück haben sich unsere Vorfahren 1648 bei Westfälischen Frieden vom Deutschen Reich definitiv unabhängig erklärt! Denn verglichen mit einem solchen Extremisten ist sogar Bundesrat Alain Berset schon fast ein "Covidiot"!

Freitag, 20. November 2020

Deutsche rüffeln Schweiz wegen Corona-Sonderweg

Wir seien geizig und reich. Und Coronabesserwisser, so dieser Twitterer. Seien wir stolz drauf!

Bei aller Kritik an unseren Behörden: Wer über die Landesgrenzen schaut wird feststellen, dass zumindest in den Deutschschweizer Kantonen die Corona-Massnahmen im Vergleich zum Ausland weniger streng sind. So sind östlich der Saane die Restaurants und Läden überall geöffnet. Andere Länder - zuletzt die Österreicher - haben wieder einen Lockdown verordnet.

Doch dies scheint nun unseren Nachbaren sauer aufzustossen. «Verrückt, da denkt man, dass die Schweiz auch zu Europa gehört, aber wenn ich so lese, was die gerade veranstaltet, dann könnte es auch eine Bananenrepublik sein», findet eine Deutsche laut 20 Minuten.

Aber auch innerhalb der Schweiz hagelt es Kritik. Ganz Europa habe realisiert, dass nur mit rigiden Massnahmen ein unsozialer und ethisch nicht vertretbarer Kollaps des Gesundheitswesens eventuell noch verhindert werden könne, wettert ein Twitter-User. «Ganz Europa? Nein, das kleine Volk der geizigen, aber reichen Helvetier will es besser wissen.»

Und auch der Gesundheitsökonom Willy Oggier rechnet mit einem Imageschaden für die Schweiz. «Die Marke Schweiz galt bis anhin als sehr stabil und sicher. Käme raus, dass sie in der Pandemie zu lasch reagierte, könnte dies einen Reputationsschaden zur Folge haben.»

Ein komischer Ökonom ist das. Von Volkswirtschaft scheint er zumindest nicht allzuviel zu verstehen. Sonst würde er die Behörden dafür loben, dass sie nicht gleich extrem überreagiert haben wie andere Regierungen. Und sie nicht noch kritisieren. Denn eins ist klar: Imageschaden hin oder her: Unsere Corona-Schulden müssen wir am Ende ohnehin selber bezahlen. Auch beim besten Image übernimmt sie kein anderes Land! Deshalb ist es richtig, die Wirtschaft nicht noch vollends zu ruinieren!

Jetzt nervt sich auch der Bundesrat über die Corona-Taskforce

Martin Ackermann und seine Corona-Taskforce sollen mehr liefern, und weniger lafern, so etwas salopp zusammengefasst der Bundesrat.

Seit Ende Februar steht dem Bundesrat in der Corona-Krise ein Expertengremium zur Seite: die täglich zitierte Corona-Taskforce. Die soll den Bund beraten – nicht mehr und nicht weniger. Doch viele Taskforce-Mitglieder halten sich mit Kritik an Behördenentscheiden nicht zurück. Auch in den offiziellen Stellungnahmen werden die Entscheide der Landesregierung immer wieder skeptisch kommentiert.

Das kommt auf Seite Bund oft schlecht an. Finanzminister Ueli Maurer (69) etwa sorgte kürzlich für Schlagzeilen, als er an einer SVP-Delegiertenversammlung über die Experten schimpfte.

Und Maurer ist nicht der einzige Magistrat, der sich nervt. BLICK weiss, dass die kritischen Stimmen im Bundesrat lauter werden. Einige Bundesräte wünschen sich einen Maulkorb für die Experten: Die sollen sich doch bitte aufs Beraten des Bundes konzentrieren – und in der Öffentlichkeit schweigen.

Laut Mandat hat die Taskforce die Aufgabe, das Amt und den Bundesrat mit «unabhängiger wissenschaftlicher Expertise» zu unterstützen. Der einzige, der sich allenfalls äussern darf, ist Taskforce-Präsident Martin Ackermann.

Doch viele der "Forscher" in der Taskforce verbringen mehr Zeit mit Twittern und Kritisieren denn mit Forschen und Beraten. Und davon hat nun offenbar sogar der Bundesrat genug.

Mittwoch, 18. November 2020

Genfer Virologin fantasiert von vollen Intensivbetten – und Armee verfälscht Grafiken

Isabella Eckerle ist eine Virologin und Professorin an der Uni Genf. Eigentlich eine gescheite Frau, könnte man meinen. Auf jeden Fall gehört sie wie andere, hier bereits erwähnte Persönlichkeiten aus der Corona-Branche zu den Genies, welche trotz ihren intensiven Forschungen noch den halben Tag auf Twitter verbringen können.

Auch gestern, also am 17. November, ergossen sich Frau Eckerles Weisheiten wieder in den digitalen Kosmos. «Alle zur Verfügung stehenden Intensivbetten für Erwachsen in der #Schweiz sind nun belegt. Keine Kapazität mehr für #COVID19, und auch nicht für andere Schwerkranke.»

Ja, und immerhin kann sich Eckerle effektiv auf ein Papier der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin berufen. Es ist hier verlinkt. Steht jetzt wirklich der schon länger befürchtete Kollaps des Gesundheitssystems bevor? Nein. Nicht ganz.

Denn die Gesellschaft für Intensivmedizin redet von nur gerade 876 Intensivbetten. Bei den Zahlen des Koordinierten Sanitätsdiensts (KSD) sieht es schon etwas anders aus. Ja, das ist die Organisation des Bundes, die bis vor kurzem von jedem Schweizer Kanton die Spitalkapazitäten ausgewiesen hatte. Diese Transparenz wollte man aber dann offenbar nicht mehr. Transparenz ist ja wirklich was Schlimmes. Auf einmal fangen die Leute ja noch selber zu Denken an. Und das wäre für die Verwaltung und die Experten ganz schlimm.

Also: Der KSD geht von 1147 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten aus. Von denen sind 256 oder 22.32 Prozent aktuell (18. November 2020) noch immer frei. Es müssen also nach wie vor keine Herzinfarktpatienten wegen den Corona-Patienten auf den Spitalgängen behandelt werden.

Wenn man die Grafik nur oberflächlich anschaut, könnte man meinen, die Intensivbetten seien bald voll. Dabei beginnt die Grafik erst bei 250 Betten. Bis auf 0 Reserve geht es also noch tief runter.

Der KSD schafft also immerhin etwas Transparenz. Aber heilig sprechen sollten wir den KSD trotzdem nicht. Nicht nur wegen der Verheimlichung der Zahlen nach Kantonen. Nein, auch sonst wird munter manipuliert. Man betrachte mal genau die oben eingefügte und hier verlinkte Grafik mit dem Titel «Übersicht 10 Tage IS-Reservebetten».

Oh Schreck: der Pfeil in der Grafik geht steil nach unten. Ist schon fast bei 0. Jetzt ist wirklich nicht mehr gut. April, April: Er geht eben nicht gegen 0 zu. Nur gegen 250. Denn die Grafik ist nicht auf 0 skaliert, sondern beginnt erst bei 250 und geht bis 330. Würde man die Grafik auf 0 skalieren, dann sähe man einen viel geringeren Ausschlag.

Fazit: Traue keinem Wissenschaftler, sonst geht es Dir an den Kragen. Bei der Armee kannst Du es eher wagen, aber musst trotzdem immer alles hinterfragen!

Bundesrat ist spendabel zu den Medien – allerdings nicht ganz uneigennützig!

Die zunehmende finanzielle Abhängigkeit der meisten Medien von der Politik führt dazu, dass diese immer häufiger zu reinen Sprachrohren des politischen Mainstreams werden.

«Der Bundesrat ist in Spendierlaune bei den Medien». Dieser Titel ist auf dieostschweiz.ch zu lesen. Was soll das mit Corona-Bullshit zu tun haben? Viel, sehr viel sogar. Und dies gleich in zweierlei Hinsicht:

  1. Der Bundesrat hat die Unterstützung der Medien wegen der Corona-Krise bis Ende Juni 2021, also um sieben Monate, verlängert. Konkret heisst das: Dank der Verlängerung der Covid-19-Verordnung wird die Post bestimmte Tages- und Wochenzeitungen bis Mitte 2021 kostenlos zustellen. Der Vertrieb ist einer der grössten Ausgabenposten der Verlage. Für weitere sieben Monate können sich diese nun das Geld sparen.
  2. Interessant an diesem Argument ist, dass bei den Unterstützungsmassnahmen für die restliche Wirtschaft nach dem Lockdown stets gesagt wurde, man wolle mit Krediten und Nothilfen keine Strukturerhaltung betreiben. Sprich: Geschäftsmodelle, die ohnehin nicht mehr funktionieren, will der Bund nicht stützen durch Hilfspakete, schreibt dieostschweiz.ch weiter. Für Verlage gilt das offenbar nicht – dank dem Zauberwort «service public».

Ganz so uneigennützig wird wohl die Unterstützung nicht sein. Denn die meisten Medien zollen ihrer zunehmenden Abhängigkeit vom staatlichen Manna in ihrer Berichterstattung Tribut. Gerade in der Corona-Krise heulen die meisten Publikationen mit den Wölfen, bzw. mit den Angsthasen in der Regierung und Verwaltung.

Dienstag, 17. November 2020

Experten schlagen und schlagen und schlagen Alarm – Weil sie selber davon profitieren!

Der plötzliche Promistatus verleitet Forscher dazu, sich auch wie Promis zu verhalten. Sie suchen die Öffentlichkeit, um ihren Ruhm zu mehren.

Nicht die Medien, nicht die Regierungsräte und erst recht nicht der Bundesrat sind aus meiner Sicht die schlimmsten Treiber der Corona-Hysterie. Nein, es sind die Wissenschaftler. Also ausgerechnet diese Gruppe, auf deren Fachkenntnis die Politik in einer solchen Situation eigentlich angewiesen wären. Doch in Tat und Wahrheit erfüllen viele Wissenschaftler die ihnen zugedachte Rolle überhaupt nicht. Warum ist das so?

Nehmen wir als Beispiel die bekannte Corona-Taskforce, welche immer wieder mit Übertreibungen die Öffentlichkeit alarmiert, was mittlerweile sogar den bestandenen Bundesrat Ueli Maurer zur Äusserung veranlasste, die Taskforce-Mitglieder seien Besserwisser. Zum Glück haben wir noch Ueli im Bundesrat. Er hat im Frühling einen unnötigen Shutdown (Ja, mit Ausgangssperre und so) verhindert, er hat dann der Wirtschaft schnell und unbürokratisch unter die Arme gegriffen. Und er hält jetzt auch in der 2. Welle dagegen.

Ueli Maurer hat nie an einer Hochschule studiert. Aber das gereicht ihm hier zum Vorteil. Also zurück zu den Wissenschaftlern. Der Berner Epidemiologe Christian Althaus ist einer von ihnen. Er gehört der Corona-Taskforce an.

Viel zum Forschen kommt er aber im Moment nicht. Oder Althaus ist viel effizienter als andere. Zwei, drei, vier Mal am Tag bedient er seine «Follower» auf Twitter mit seinen neusten Erkenntnissen. Dazu kommen Verlautbarungen in den Medien. Die gehen immer in die gleiche Richtung: «Es kommt immer alles noch viel schlimmer. Deshalb müssen wir jetzt unbedingt möglichst alles, was noch nicht verboten oder geschlossen ist, verbieten und schliessen.»

Vielleicht wichtig zu erwähnen, dass wir vor allem deshalb stärkere Massnahmen ins Auge fassen müssen, weil das derzeitige Massnahmenpaket erst sehr spät eingeführt wurde. Diese Situation hätte vermieden werden können. #timeisoftheessence

Das hat Althaus beispielsweise am 17. November am Morgen als Reaktion auf eine Forderung des Wirtschaftdachverbandes Economiesuisse getwittert. Dieser fordert, dass man die Massnahmen zu Gunsten der Wirtschaft herunter fahren sollte. Und nicht etwa noch verschärfen.

Warum verhalten sich seriöse Wissenschaftler so, von denen man glauben sollte, sie seien etwas schlauer, als andere Menschen? Die Antwort ist eigentlich einfach: Es sind eben auch nur Menschen. Und haben ganz menschliche Fehler. Das zeigt sich beispielhaft an einem Portrait über sich selber, das Althaus auf der Website der Uni Bern aufgeschaltet hat.

Dort heisst es: Der Berner Epidemiologe Christian Althaus wurde binnen kurzer Zeit zu einem der gefragtesten Experten in der Corona-Krise. Er hat früh die Ausbreitung und Gefährlichkeit von Covid-19 berechnet und drastischere Massnahmen gefordert. Wer ist der Mensch hinter den Schlagzeilen? Porträt eines Wissenschaftlers mit plötzlichem Promistatus im Homeoffice.

Am Beispiel von Althaus sehen wir also exemplarisch, wie sehr die Erkenntnisse der Wissenschaft durch die Versuchung von Bedeutungsgewinn, Prestige und letztendlich auch Geld gefährdet werden. Forscher,  welche sonst wenig mediale Beachtung haben, an ihren Hochschulen um Ressourcen und Prestige kämpfen müssen, werden plötzlich zu Stars, nur, weil sie die «gewünschten» – sprich – die für sie persönlich Nutzen stiftenden Resultate ihrer Forschungen publizieren. Das Phänomen tritt nicht nur bei der Covid-19-Pandemie auf, sondern auch bei der Klimaforschung. Deshalb tun Politiker gut daran, allzu extreme Forderungen von Wissenschaftlern nicht allzu ernst zu nehmen. Denn sie sind eigennützig gefärbt!

Walliser Bestatter jammern – wegen 4 anstatt 2 Bestattungen pro Woche...

15 Walliser Bestatter kümmern sich normalerweise um durchschnittlich 30 Tote pro Woche. Jetzt sind es mal 54 in einer Woche gewesen. Und das Gejammer war gross.

Immer wieder gehen Wellen von Schockmeldungen durch die Schweizer Medien. Das eine Mal gibt es einen vermeintlichen internationalen Corona-Hotspot in Schwellbrunn, von dem übrigens schon lange niemand mehr spricht. Dann schlagen reihenweise Spitäler Alarm, weil sie angeblich schon voll seien. Was sich in den meisten Fällen dann beim genaueren Hinschauen als Übertreibung entpuppt. Und jetzt schlagen die Bestatter Alarm. Genau genommen die Walliser Bestatter. «Über 170 Tote in sechs Wochen – der Kanton Wallis ist vom Coronavirus besonders hart getroffen. Noch ist die Lage nicht wie in Bergamo im Frühling, doch Bestatter stossen unumgänglich an ihre Kapazitätsgrenzen», können wir auf nau.ch lesen.

Gemäss der Statistik des Walliser Gesundheitsobservatoriums sind vom 1. Oktober bis am 16. November insgesamt 207 Menschen an- oder mit Corona verstorben. Das tönt nach viel. Schauen wir aber mal, wie viele Menschen im Wallis in anderen Jahren im Wallis verstarben.

Das Bundesamt für Statistik listet auf seiner Website die Todesfälle nach Altersklasse, Woche und Kanton fein säuberlich auf. In den Jahren 2015 bis 2019 verstarben im Wallis pro Jahr zwischen 1563 (2016) und 1680 Menschen (2015). Das gibt pro Woche im langjährigen Schnitt rund 30 Todesfälle, wobei es in den Jahren 2015-2019 zu Schwankungen von 17 bis 48 Todesfällen pro Woche gekommen ist. Die Woche mit 48 Todesfällen war übrigens die erste Januarwoche 2017.

Im laufenden Jahr 2020 sind im Wallis bisher 1388 Menschen verstorben (bis Kalenderwoche 45). Die Anzahl von 1388 Todesfällen in 45 Wochen gibt genau: 30.84 Todesfälle pro Woche. Die Mortalität liegt also exakt im langjährigen Mittel der Jahre 2015-2019. Eine Übersterblichkeit liegt nicht vor. Die einzige Auffälligkeit ist, dass die Schwankungen grösser sind als in anderen Jahren. In der Woche 13 (49 Todesfälle) und in der Woche 45 (54 Todesfälle) gab es zwei Einzelwerte, welche über den Höchstwert von 48 Todesfällen pro Woche hinausging. Die Woche 45 war die Woche vom 2. Bis zum 8. November und somit effektiv die Woche, in der auch gemäss Statistik der Walliser Behörden die Anzahl der Corona-Todesfälle am höchsten lag. Dafür lagen die Todesfälle in der Woche 38 mit 17 rekordtief. Und auch in anderen Wochen war die Sterblichkeit eher unterdurschnittlich.

Der Verband der Schweizer Bestatter weist für den Kanton Wallis 15 Mitglieder aus. Ob es Bestatter gibt, welche nicht im Dachverband Mitglied sind, das entzieht sich meiner Kenntnis. Bei durchschnittlich 30 Todesfällen pro Woche im Kanton Wallis haben also die Bestatter durchschnittlich zwei Todesfälle pro Woche zu begleiten. In der besagten Woche 45, als es 54 Todesfälle gab, waren es also 3,6. Oder anders ausgedrückt: Alle 2 Tage eine Bestattung.

Leser, welche den oben verlinkten Artikel ganz genau gelesen haben, haben es vielleicht gemerkt: Die Walliser reden von 59 Todesfällen in der besagten Woche, während das BFS 54 auflistet. Egal, woher die kleine Differenz kommt: Aber auch 59 Todesfälle würden für die 15 Bestatter erst 4 Bestattungen für jeden in der Woche bedeuten.

Fazit: Ich kenne mich zugegebenermassen in diesem Business nicht so aus. Aber irgendwie finde ich es schon komisch, wenn die 15 Walliser Bestatter ans Limit kommen, wenn sie anstatt 2 Bestattungen mal 4 Bestattungen pro Woche haben. Diese Branche ist zwar morbid, aber offensichtlich nicht marod.

Sonntag, 15. November 2020

Corona-Taskforce erhebt immer extreme Forderungen – doch jetzt rebellieren einzelne Mitglieder

Prof. Martin Ackermann leitet die sogenannte Corona-Taskforce des Bundes. Anstatt realistische Prognosen abzugeben, überbietet sich die Taskforce mit Horrorszenarien, die sich in der Praxis kaum je bewahrheiten.

Die Swiss National COVID-19 Science Task Force berät die Behörden in der aktuellen COVID-19-Krise. «Sie stellt die unabhängige wissenschaftliche Beratung sicher und informiert die Öffentlichkeit über die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse», ist auf ihrer Website zu lesen. Aha. In den letzten Wochen bestanden die wissenschaftlichen Erkenntnisse jeweils aus immer schlimmeren Horrorszenarien über einen angeblich kurz bevorstehenden Kollaps des Gesundheitssystems. Eingetreten ist aber keines der Szenarien. So viel zum Thema der angeblichen «wissenschaftlichen Erkenntnisse» der Taskforce.

Doch obschon die Taskforce regelmässig nicht Recht bekommt und die Lage stabil  ist, wurden in der neusten Lagebeurteilung von gestern Samstag wieder neue Forderungen erhoben: Gemäss «Sonntagszeitung» empfiehlt die Taskforce die sofortige Schliessung von Bars, Restaurants, Sporthallen, Museen sowie ein Verbot für Konzerte. Zudem sollten gemäss den neusten Empfehlungen private Zusammenkünfte auf maximal zwei Haushalte beschränkt werden.

Angesprochen auf die im Papier erwähnten Empfehlungen, erklärten mehrere Taskforce-Mitglieder wiederum gemäss Sonntagszeitung aber, sie seien anders formuliert, als man dies im Gremium zuvor besprochen habe. Vereinbart gewesen sei, dass die Taskforce die neuen Massnahmen nur für den Fall empfehle, wenn das Zwischenziel – eine Halbierung der Fallzahlen in ein bis zwei Wochen – nicht erreicht werde. Klar wurde im Gespräch mit Mitgliedern der Taskforce zudem, dass die Meinungen über die Empfehlungen unter den Wissenschaftlern weit auseinandergehen: Die einen drängen auf möglichst weitgehende und harte Massnahmen, andere möchten Schliessungen so lange wie irgendwie möglich hinauszögern.

Langsam, aber sicher wäre also der Bundesrat gut beraten, den höchst unglücklich agierenden Professor Martin Ackermann als Leiter der Taskforce auszutauschen und die Leitung einem der Mitglieder zu übergeben, die etwas weniger extrem und weniger hysterisch denken und handeln. Denn immerhin ist es ein Lichtblick, dass es offenbar in der Taskforce Mitglieder gibt, die mit einigermassen gesunden Menschenverstand agieren.

Samstag, 14. November 2020

Spitalkollaps verschoben – Jedes vierte Intensiv-Pflegebett ist noch frei

Langsam, aber sicher erwacht auch die Zeitung mit den ganz grossen Buchstaben im Titel: Denn die heiss angekündigten Horrorszenarien bewahrheiteten sich zumindest bisher nicht!

«Spitalkollaps verschoben – Jedes vierte Intensiv-Pflegebett ist noch frei». Dieser erstaunliche Titel stammt vom «Blick», einer der Publikationen, welche bisher am Meisten auf Panik machte. Doch offenbar hat man mittlerweile auch dort gemerkt, dass man den eigenen Lesern nicht ständig was vormachen kann.

Eine unheilvolle Prognose hat vor anderthalb Wochen die Schweiz aufgerüttelt, so der Blick: «Wenn es so weitergeht wie jetzt, sind die Intensivbetten in fünf Tagen voll», kündigte Virginie Masserey, Leiterin der BAG-Sektion Infektionskontrolle, an einer Medienkonferenz an. Mittlerweile ist die Frist verstrichen, das Horrorszenario tatsächlich ausgeblieben. Das muss mittlerweile sogar der Blick einräumen. Tatsache ist: Über die ganze Schweiz ist jedes vierte Bett auf den Intensivstationen noch frei!

Mal kein Bullshit – Wirtin wurde freigesprochen!

Die Wirtin Sarina Conti aus Rothenburg LU wurde vom Bezirksgericht Hochdorf freigesprochen.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Die Wirtin Sarina Conti aus Rothenburg LU wurde gemäss SRF vom Bezirksgericht Hochdorf freigesprochen. Sie hätte 1500 Franken bezahlen müssen, weil sie im April gegen die Covid-19-Verordnung verstossen haben soll. Conti wehrte sich gegen die Busse. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt.(siehe auch Beitrag weiter unten vom Mittwoch, 28. Oktober 2020)

Der Fall geht zurück auf den Lockdown im Frühling dieses Jahres. Die Wirtin Sarina Conti wurde gebüsst, weil sie zwei Männer vor ihrer Bar in Rothenburg ein Bier trinken liess – obwohl nur Take-Away erlaubt war. So stand es im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft.

Conti hätte 1000 Franken Busse plus 530 Franken Gebühren zahlen müssen. Doch die Wirtin wehrte sich dagegen, weil sich die Sache ihrer Meinung nach anders zugetragen hatte.

Nun hat das Bezirksgericht Hochdorf sein Urteil gefällt. Es spricht Sarina Conti frei. Es gebe erhebliche Zweifel daran, dass sich die Sache tatsächlich so zugetragen hatte, wie im Strafbefehl geschildert, heisst es in der Kurzbegründung des Gerichts.

Die Version der Wirtin sei plausibel. Es gelte deshalb der Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten». Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft könnte den Fall noch ans Kantonsgericht weiterziehen.

Strengere Corona-Regeln in der Westschweiz nützen nichts

Diese Karte von watson.ch zeigt den West-Ost-Graben bezüglich Corona: Im Westen sind die Massnahmen deutlich strenger. Trotzdem sind die Fallzahlen höher.

Wenn man der sogenannten Swiss National COVID-19 Science Task Force glauben würde, dann wäre die Bekämpfung der Corona-Pandemie ganz einfach: Man müsste den Bürgern möglichst jede Aktivität verbieten – am Liebsten am Ende gar das Atmen - und man hätte das lästige Corona-Problem gelöst. Dummerweise zeigt die Realität, dass dem nicht so ist.  Im Gegenteil, wie das Beispiel der Schweizer Kantone exemplarisch zeigt.

Generell kann man sagen, dass wir nicht nur einen «Rösti»-, sondern neuerdings auch einen Corona-Graben haben. Dessen Merkmale sind folgende: Je weiter man in Richtung Westschweiz geht, desto strenger werden die Einschränkungen. Gleichzeitig steigen aber auch die Infektionszahlen in die gleiche Richtung an. Im Kanton Waadt etwa sind öffentliche wie private Veranstaltungen über 5 Personen verboten. Restaurants und Bars sind seit 4. November geschlossen. Im Thurgau hingegen gibt es keine Regeln, die über die Regelungen des Bundes hinausgehen.

Im Kanton Waadt etwa sind öffentliche wie private Veranstaltungen über 5 Personen verboten. Restaurants und Bars sind seit 4. November geschlossen. Im Thurgau hingegen gibt es keine Regeln, die über die Regelungen des Bundes hinausgehen. Im Thurgau sind also zum Beispiel Verssammlungen bis und mit 50 Personen nach wie vor möglich. Doch die Thurgauer haben trotz lockeren Regeln nur 45,8 positive Tests auf 100'000 Einwohner. Aber die Waadtländer 136 Fälle auf 100'000 Einwohner. Was ist da falsch?

Es stimmt zuversichtlich, dass immerhin die Medien langsam, aber sicher diese komische Schieflage hinterfragen. Doch die Erklärungsversuche bleiben etwas hilflos, wie ein Artikel auf bernerzeitung.ch zeigt. Als ein möglicher Erklärungsansatz wird «Die Gefahr der Todesküsschen» genannt. Also die kulturelle Besonderheit, dass die Welschen eher den Körperkontakt suchen. Als andere Erklärung wird gemutmasst, dass die Angst vor dem Virus schwinde.

Warum kommt niemand auf die Idee, mal die Wirksamkeit der staatlichen Lockdown-Politik grundsätzlich zu hinterfragen? Man konnte im Frühling vielleicht einmalig und vorübergehend die Menschen wirklich dazu bringen, nur noch zu Hause zu bleiben. Aber nachdem die herbeibeschworene grosse Gesundheitskatastrophe sowohl im Frühling wie auch jetzt im Herbst nicht eingetroffen ist, lassen sich die Menschen einfach nicht mehr einsperren, sondern suchen den Kontakt zu anderen Menschen.

Mittwoch, 11. November 2020

BAG sperrt kritische Twitter-User

Kritische Stimmen hören die «gnädigen Herren zu Bern» nicht gerne. Deshalb werden sie auf Twitter mundtot gemacht!

Wir erleben die grössten Einschränkungen der individuellen Freiheit seit dem 2. Weltkrieg. Gerade in einer solchen Zeit sollte es aber möglich sein, zumindest die Meinungsfreiheit hoch zu halten. Doch die "Gnädigen Herren zu Bern" sehen das anders. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das hauptsächlich über das soziale Medium kommuniziert, hat dort gemäss 20 Minuten über 50 Twitter-User gesperrt.

Über 100’000 User folgen dem Twitter-Account des BAG inzwischen, wogegen die anderen Departemente ein paar Tausend Follower zählen. Verschiedene User haben jedoch keinen Zugriff mehr auf den Twitter-Account der Gesundheitsbehörde – sie wurden vom BAG blockiert.

Daniel Dauwalder, Mediensprecher des Eidgenössischen Departements des Innern, bestätigt gegenüber «20 Minuten», dass das BAG seit März 57 Abonnenten von total 106’000 blockiert hat. Bei der Frage nach den Gründen verweist er auf die Social-Media-Regeln des BAG. Laut diesen erwartet das BAG von den Nutzern, dass sie nur Informationen verbreiten, die nach ihrem Kenntnisstand wahr und richtig sind.

Aha. Interessant. Genehm sind den gnädigen Herren zu Bern nur treue Untertanen, welche die offizielle Doktrin unterstützen. Hier will ich dem BAG das Zitat des Philosophen Voltaire (1694-1778) entgegenschleudern: «Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.»

Fallzahlen im Kanton Bern gehen leicht zurück - im Kanton Aargau allerdings auch

Die laborbestätigten Fallzahlen im Kanton Aargau, Stand 10. November 2020. Auch hier gehen die Fallzahlen zurück, obschon die Aargauer weniger einschneidende Massnahmen angeordnet haben als die Berner.

Nach Tagen und Wochen der Vorwarnungen über ein «exponentielles Wachstum» der positiven Corona-Tests zeichnet sich eine Entspannung ab. Seit dem 5. November nehmen im Kanton Bern gemäss bernerzeitung.ch die bestätigten Neuinfektionen ab, wenn man den 7-Tage-Schnitt betrachtet.

Doch trotz langsam, aber sicher sinkender Kurve will die Berner Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion noch nicht von einer Lockerung der im Kanton Bern deutlich strengeren Massnahmen als in anderen Kantonen der Deutschweiz reden. Sprecher Gundekar Giebel: «Eine Lockerung kann in Erwägung gezogen werden, wenn Fallzahlen deutlich gesunken sind und sich auf tiefem Niveau stabilisieren.» Wenn die Massnahmen zu früh und zu schnell gelockert würden, «werden die Fallzahlen sofort wieder stark zunehmen».

Interessant ist aber: Auch anderswo senkt sich die Kurve der positiven Tests. Dabei haben andere Kantone weniger weitgehende Beschränkungen erlassen als der Kanton Bern. Einige beschränken sich auf die Vorgaben des Bundes. Auch der Kanton Aargau etwa ist weniger streng als der Kanton Bern. Überhaupt gibt es ein ausgeprägtes Ost-West-Gefälle: Gegen Osten der Schweiz haben die Kantone weniger Einschränkungen beschlossen als im Westen. Komischerweise sind aber die Fallzahlen je höher, desto weiter man nach Westen geht... Man kann sich also mit Fug und Recht fragen, ob denn die massiven Einschnitte in die persönliche Freiheit wirklich einen signifikanten Einfluss auf die Testergebnisse haben.

Dienstag, 10. November 2020

Gemäss Behördenpropaganda sollten Spitäler jetzt eigentlich voll sein – Doch BAG lässt Daten auf Website löschen!

Die ständig ins Feld geführten Horrorszenarien zu den Spitalbelegen erfüllen sich nicht. Deshalb musste nun die offizielle Statistik verschwinden. Transparenz ist unerwünscht!

Ob eine Prophezeiung stimmt oder nicht, das lässt sich eigentlich ganz einfach überprüfen. Nämlich damit, ob sie eintritt oder nicht. «Ich habe keine gute Nachrichten. Wenn wir keine Massnahmen treffen, sind die Betten auf den Intensivstationen in 15 Tagen voll besetzt.» Das sagte Andreas Stettbacher, Delegierter des Bundesrats für den Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) am Dienstag, 27. Oktober vor den Bundeshausmedien in Bern.

Es ist zwei Wochen später. Heute morgen wollte ich anhand der Statistik des KSD, also von Stettbachers Behörde überprüfen, ob die Prophezeiung eingetroffen ist. Und was muss ich auf der Website lesen, welche bis vor kurzem die Spitalbelegungen in der ganzen Schweiz aufgelistet hat? «Die aktuelle Lageentwicklung ist in so hohem Mass volatil, dass Zahlenerhebungen äusserst schwierig sind. Deshalb werden die bisher vom KSD gelieferten Listen auf unserer Website nicht mehr publiziert.»

Aha. So macht man das also! Wenn die eigenen Horrorszenarien sich nicht erfüllen, dann schafft man einfach mal die dazugehörige Statistik aus der Welt! So nicht, meine Damen und Herren auf dem hohen Ross!

Walliser Spitäler sind nun wirklich  voll – Ach ja, die Meldung stammt übrigens aus dem Jahr 2017!

Volle Westschweizer Spitäler? Achtung: Die Meldung stammt vom 17. Januar 2017!

Oder stimmt es doch, dass die Spitäler nun wirklich voll sind? Zumindest eine Meldung aus der Westschweiz lässt dies vermuten: «Die Grippe-Epidemie hat in den Westschweizer Spitälern für Engpässe gesorgt. Im Wallis führte die Grippe gar zu einer Überbelegung. In der Deutschschweiz ist die Lage weniger angespannt.»

Ach ja, dann ist das nun wirklich eingetroffen, wovor die Behörden lange gewarnt haben? Nein. Die Meldung ist zwar nicht falsch. Aber sie stammt vom 17. Januar 2017. Damals waren die Spitalkapazitäten wegen der saisonalen Grippe ebenfalls angespannt!

Montag, 9. November 2020

Politiker sagen Weihnachten ab – wegen Corona!

Bundesrat Alain Berset und einige Regierungsräte wollen den Familien verbieten, zusammen Weihnachten zu feiern!

Ich bin fast jeden Tag aufs Neue überrascht, dass tatsächlich immer noch Steigerungsmöglichkeiten bezüglich Corona-Bullshit möglich ist. Politiker sagen Weihnachten ab – wegen Corona. So titelt die Berner Zeitung. Unser Gesundheitsminister will also eine exakt 2020-jährige Tradition abschaffen, bzw. massiv einschränken! Wegen Corona gibt es keinen Weihnachtsmarkt in Basel, keinen Sternenmarkt in Bern und auch kein «Wienachtsdorf» auf dem Zürcher Sechseläutenplatz.

Aber das wäre ja noch das eine. Nun wollen Bundesrat Alain Berset sowie einige Regierungsräte gar das Familienfest Weihnachten verbieten! «Ich würde im Moment nur mit zehn Leuten eine Weihnachtsfeier planen.» So Gesundheitsminister Alain Berset. Und der Walliser Regierungsrat Christophe Darbellay doppelt nach: «Im Moment würde ich keine Weihnachtsfeier mit vielen Leuten planen.»

Gut. Bei Darbellays eher etwas komplizierten Familienverhältnissen und Vaterschaften kommen bei einer grossen Familienfeier allerhand Leute zusammen. Aber deshalb gleich allen anderen die Familienfeiern verbieten zu wollen, das führt zu weit!

Sogar im 1. Weltkrieg haben am Heiligabend die Kanonen geschwiegen und die verfeindeten Truppen miteinander Weihnachten gefeiert. Und genau das soll heuer nicht möglich sein? Die Familie soll auf einmal der gefährlichste Ort der Welt sein? Sollen namentlich auch die vielen älteren Menschen an Heiligabend einsam und ohne Familie traurig und verlassen sein? Nein! Das darf nicht sein!

Sonntag, 8. November 2020

Von wegen Maske: BAG rät, vor einem One-Night-Stand zu duschen

Manchmal glaubt man fast nicht, dass irgend jemand noch blöderen Corona-Bullshit erzählen könnte, als bereits erzählt worden ist. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), bei dem bekanntlich weniger Ärzte in leitender Position arbeiten als andernorts in Kirchgemeinderäten Einsitz nehmen (in Konolfingen etwa), hat es heute mal wieder geschafft. Und zwar beim Thema Liebe, beziehungsweise beim Thema «Freie Liebe»!

Die britische Regierung rät gemäss Nau.ch, derzeit wegen der Pandemie komplett auf One-Night-Stands zu verzichten. Das BAG hingegen, das sonst am Liebsten jede andere (sportliche) Tätigkeit verbietet, bei der man ins Keuchen kommt, gibt Entwarnung. BAG-Sprecher Daniel Dauwalder hingegen rät: «Die Sexualpartner sollen vorher duschen.»

Interessant. Sonst raten die gleichen Behörden davon ab, überhaupt mit jemandem Kontakt zu haben, den man nicht so gut kennt. Und wenn, dann sicher nur mit Maske. Und auch die Fachleute halten nicht sehr viel vom Rat des BAG: «Sich vor dem One-Night-Stand zu duschen, um sich vor einer möglichen Corona-Ansteckung zu schützen, nützt nichts. Wenn der Partner Coronavirus-infiziert ist, wird man angesteckt», stellt Andreas Cerny, Infektiologe am Moncucco-Spital in Lugano, laut 20 Minuten klar.

Freitag, 4. November 2020

17 Millionen tote Nerze – Massenschlachtung von Tieren in Dänemark wegen Corona-Panik

Millionen Tiere mussten sterben, weil sie offenbar den Corona-Virus übertragen haben. Aber ob diese neue Variante wirklich schlimm ist, weiss man nicht.

Diese Woche ist nun wirklich eingereten, wovor seit Monaten gewarnt wird: Die mutierte Form des Corona-Virus – auch Covid-19 genannt - fordert Millionen Tote. Und zwar rund 15 bis 17 Millionen tote Nerze, welche in Nordjütland, Dänemark, hingeschlachtet wurden.

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land – etwa 15 bis 17 Millionen Tiere – getötet werden müssen. Das sogenannte Cluster-5-Virus sei von den Tieren auf Menschen übertragbar, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI (Statens Serum Institut) mit.

Doch ob das überhaupt wirklich problematisch ist und ob die neue Version des Virus gefährlicher für den Menschen, dazu gibt es gemäss Watson.ch klar auch andere Ansichten: Ja, sogar Mike Ryan, Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO für solche Notfallsituationen, gab Entwarnung: «Im Moment deuten die uns vorliegenden Beweise nicht darauf hin, dass diese Variante sich in ihrem Verhalten in irgendeiner Weise anders verhält.»

Und Francois Balloux, Direktor des Genetikinstituts des University College London, hatte schon am Donnerstag geäussert, er glaube nicht, dass ein an Nerze angepasster Virusstamm ein höheres Risiko für den Menschen darstelle.

Die armen Tiere mussten  also vermutlich umsonst sterben. Das wären sie zwar früher oder später ohnehin. Aber nun enden sie halt in der Biogasanlage und nicht in den Mänteln stinkreicher Damen. Pelztragen ist also neuerdings nicht nur eine Gewissens- sondern auch eine Glaubensfrage. Nämlich, ob man daran glaubt, ob Pelztiere wirklich gefährliche Virenschleudern sind...

Mittwoch, 4. November 2020

Leitender Arzt am Kantonsspital Freiburg sagt: «Corona ist gar keine Grippe»


Ein leitender Arzt am Kantonsspital Freiburg behauptet laut Telebärn: Covid ist gar keine Grippe!

Bereits seit Tagen tönen die Meldungen aus dem Kanton Freiburg dramatisch. Ein leiterender Arzt im Kantonsspital Freiburg warnte in einem Video auf Telebärn mit dramatischen Worten. Wortwörtlich sagte er: «Covid ist keine Grippe und es beginnt sich eine Gesundheitskatastrophe abzuzeichnen.»

Mmm. Covid-19 soll plötzlich keine Grippepandemie mehr sein? Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Immerhin scheint man beim Freiburger Kantonsarztamt doch noch anderer Ansicht zu sein. «Grippesymptome können auch auf eine Coronavirus-Infektion hinweisen», ist in einem Aufruf zur Impfung gegen die saisonale Grippe – die Influenza – zu lesen.

Noch ein Wort zu den Kapazitäten im Kanton Freiburg: Stand 6. November sind in den Freiburger Spitälern 24 Covid-Patienten auf der Intensivstation und 202 auf den Bettenstationen. Und es sind noch immer 104 Betten frei.

Dienstag, 3. November 2020

Intensivstationen sind laut Experten des Bundes «bald voll» – «bald voll» heiss: Aktuell sind noch 30 Prozent der Betten leer

«Bald voll» heisst: Es sind noch 30 Prozent der Intensivbetten nicht belegt!

Die Meldungen über die vollen Schweizer Spitäler und vor allem die vollen Intensivstationen werden zum Klassiker. Heute hat auch bernerzeitung.ch wieder mal eine schöne Schlagzeile zu diesem Thema: «Intensivstationen bald voll: Frankreich hat angeboten, Schweizer Patienten aufzunehmen».

Ja, so Meldungen können einem schon einfahren. Ist die Situation in den Schweizer Intensivstationen nun wirklich schon so schlimm, dass bald die ersten Patienten nach Frankreich verlegt werden müssen?

Nein. Kaum. Denn gemäss Statistik des Koordinierten Sanitätsdienstes (KSD) vom 3. November sind von den 1092 Intensivplätzen in der Schweiz immer noch 335 Plätze oder 30 Prozent der Kapazitäten frei! 279 Plätze sind mit Covid-19-Patienten belegt. Es gibt also schweizweit wesentlich mehr freie IPS-Plätze, als aktuell überhaupt Covid-19-Patienten in den Intensivstationen liegen.

Allein der Kanton Zürich hat 111 freie Plätze auf seinen Intensivstationen. Im Kanton Bern sind 30 Intensivplätze frei. Und sogar die Genfer, welche schon seit langem von angeblich vollen Intensivstationen reden, haben noch 23 freie Plätze. Einzig Solothurn hat ein -1 in der Bilanz, hat aber bereits angekündigt, in Bälde neue Plätze mit Beatmung eingerichtet zu haben.

Es wird also vermutlich noch eine Weile dauern, bis die ersten Covid-19-Patienten nach Frankreich müssen. Vorher geht es halt dann vielleicht mal erst nach Zürich. Das ist vielleicht sprachlich nicht gleich charmant, aber dann doch für den Durchschnitts-Deutschschweizer immerhin besser verständlich.

Auf den Bettenstationen sieht es im Kanton Bern übrigens sehr gut aus. Von den 3508 Betten sind aktuell 2386 belegt, wovon 218 mit Covid-19-Patienten. 1122 Betten sind aber frei!

Montag, 2. November 2020

«Volles» Spital Solothurn ist doch nicht ganz voll – Übrigens: Glarus hat keinen einzigen Covid-Patienten im Spital

Die Lage ist ernst in Solothurn. Die Intensivstation angeblich voll. Aber offenbar kann man jetzt relativ einfach zusätzlich rund 10 Intensivplätze einrichten.

Wenn man versucht, die ganze Corona-Geschichte auch mal schon nur etwas differenziert zu betrachten, erhält man zwar zum einen Zuspruch. Aber auch Kritik. Gar Beschimpfungen. Man wird als Verharmloser hingestellt. Ja, als einer, der quasi noch fast mitverantwortlich für die Situation sein soll. Deshalb hier mal wieder einleitend: Ich wünsche niemandem, dass er den Corona-Virus kriegt. Genauso wenig, wie ich jemandem wünsche, dass er sonst irgend einen Virus oder eine andere Krankheit bekommt. Und ich habe auch nichts gegen das Pflegepersonal, das sicher keine einfache Zeit hat.

Trotzdem finde ich es falsch, deshalb nicht auch eine kritische Stimme erheben zu dürfen. Und dazu gibt es leider nach wie vor viel Anlass. Namentlich, was das ständige Mantra der angeblich bereits überbelegten Spitäler und Intensivstationen betrifft. «Dramatische Situation im Kanton Solothurn» war auf blick.ch zu lesen. «Eigentlich stehen total nur 15 Intensivpflege-Betten zur Verfügung. Doch momentan gibt es 17 Patienten, die auf der Intensiv liegen. Zwei davon wegen Corona. Überbelegung!»

Mmm. Also die zwei Corona-Kranken jetzt einfach hauptverantwortlich für die Überbelegung zu machen, das ist jetzt auch etwas gar weit hergeholt. Noch besser wird es, wenn man weiter liest: «Die Zahl der Spitaleinweisungen steige deutlich an. Deshalb wechseln die Spitäler vom Normalbetrieb auf die erste Eskalationsstufe. Statt 14 gibt es künftig 25 Intensivpflegeplätze mit Beatmungsgeräten. Der Ausbau soll innert fünf Tagen erfolgen. Ein Ausbau bis zu 50 Betten ist möglich.»

Mmm. Ganz so dramatisch scheint die Situation in Solothurn also doch nicht zu sein. Ach ja, und noch was: Wenn man die Spitalkapazitäten gemäss der Statistik der Schweizer Armee konsultiert, dann sieht man, dass die Kantone Appenzell und auch das wesentlich grössere Glarus keinen einzigen Covid-19-Patienten haben. Weder auf der Intensiv-, noch auf der Bettenstation! Warum liest man davon nie was? Quasi als Positivbotschaft?

Sonntag, 1. November 2020

Quarantäne von Rückkehrern aus dem Ausland basiert nicht auf Fakten, sondern ist vor allem politisch

Ab Juli mussten Personen, die aus sogenannten Risikoländern in die Schweiz eingereist waren, zehn Tage in Quarantäne. Aber nicht einmal 1 Prozent der Menschen, die in der Schweiz in Reisequarantäne mussten, waren Corona-positiv.

Doch offenbar ging es den Behörden um was anderes. Die «NZZ am Sonntag» zitiert ein Protokoll von Mitte September aus dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), wonach man eigentlich wusste, dass man so kaum infiziere Personen erfasste. Es gehe eben nicht nur um die evidenzbaisierte Wirksamkeit der Massnahme, sondern auch um das psychologische Ziel. «Es war eher eine politische Entscheidung», steht im Protokoll wortwörtlich.

Das weckt wirklich das Vertrauen in unsere Behörden! Und weckt Erinnerungen an die Maskenaffäre. Während Wochen behauptete das BAG im Frühling, dass Masken nichts nützen. Und nun herrscht fast überall Maskenpflicht. Das BAG scheint es also weiterhin mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen.

Corona-Positives Pflegepersonal an die Arbeit gerufen – kann dieser Käfer wirklich so schlimm sein?

Um es gleich vorneweg zu nehmen: Ärzte und Pflegepersonal haben in diesem Jahr einen besonders schwierigen Job. Und eine grosse Verantwortung. Das sehe ich auch gerade bei meinem Schwager, der Arzt ist. Im Frühling fuhr man die Operationen runter, weil man einen grossen Ansturm von Corona-Patienten befürchtete. Dann passierte fast nichts. Das Personal in den Spitälern musste Däumchen drehen. Jetzt im Herbst, wenn der Spitalbetrieb sonst eigentlich normal läuft, sind jetzt effektiv etwas mehr Corona-kranke Menschen hospitalisiert als im Frühling. Und es gibt viel Arbeit.

Ich will an dieser Stelle nicht erneut auf die grossen Unterschiede der Spitalbelegungen zwischen den Regionen und die nach wie vor vorhandenen Kapazitätsreserven in den Spitälern über die ganze Schweiz eingehen. Tatsache ist: Das Personal ist sicher gefordert. Doch über die neuste Blick-Schlagzeile kann ich trotzdem nur staunen: «Spitäler rufen Personal aus der Quarantäne zurück.»

Um Engpässe zu überbrücken, dürfen die Spitäler Personal aus der Quarantäne zurückrufen – selbst wenn sie positiv getestet wurden. So auch im Kanton ­Aargau. Am Mittwoch in­formierte Kantonsärztin Yvonne Hummel (50) ihre «Kolleginnen und Kol­legen» über eine «Erleichterung bezüglich Quarantänemassnahmen für das medizinische Fachpersonal».

Im Wortlaut: «Die medizinische Fachperson kann ihre Arbeit fortsetzen, solange sie asymptomatisch ist.» Das neue Regime geht auf eine Empfehlung des Nationalen Zentrums für Infektionsprävention (Swissnoso) zurück. Das gilt nicht nur für Spitäler. Auch Heime, wo ebenfalls Personalmangel herrscht, dürfen bei Engpässen die Quarantäneregeln für ihr Personal lockern.

Da staunt der Laie. Und der Fachmann wundert sich! Da wird auf der einen Seite der angeblich so todsichere PCR-Test als das Mass aller Dinge und als Richtschnur für die politischen Einschränkungen genommen. Und dann erlauben die gleichen Gesundheitsexperten, welche behaupten, dass der PCR-Test ganz sicher funktioniere, ausgerechnet medizinischem Personal mit positivem Test, aber ohne Symptome, trotzdem zu arbeiten. Für mich stellt sich hier die Gretchenfrage: Warum dürfen dann alle anderen, welche einen positiven Test, aber keine Symptome haben, nicht arbeiten?

Samstag, 31. Oktober 2020

Kleinkind bleibt in Statistik der Corona-Toten, obschon es an anderer Krankheit verstorben ist

Zwischen 0 und 30 Jahren erscheint einzig ein Neunjähriges Kind in der Statistik der Corona-Toten. Dabei ist es wohl nicht am Corona-Virus verstorben.

Es ist immer traurig, wenn ein Mensch stirbt. In der Schweiz versterben gemäss Bundesamt für Statistik pro Jahr im langjährigen Mittel rund 65'000 Menschen. In der Schweiz sind bis heute, 31. Oktober, gemäss offizieller Statistik 2034 Menschen an oder mit dem Corona-Virus verstorben. Davon waren rund 70 Prozent 80-jährig und älter. Weitere 20 Prozent zwischen 70 und 80 Jahre alt. Sprich: 90 Prozent oder 1826 der 2034 Corona-Opfer in der Schweiz waren 70-jährig und älter.

Auffallend ist auch, dass in der Alterskategorie zwischen 0 und 30 nur gerade ein einziger Fall erscheint. Dabei handelt es sich um ein Baby, das im Mai im Kinderspital Zürich verstarb. Es hatte sich in Mazedonien mit dem Coronavirus infiziert und starb laut Angaben des Kinderspitals an einer schweren neurologischen Krankheit. «Inwiefern das Coronavirus dafür verantwortlich war, blieb damals unklar», heisst es im Blick dazu.

Obschon also unklar ist, ob das bei diesem Kind nachgewiese Corona-Virus wirklich ursächlich für dessen Tod war, verbleibt es in der Statistik der Todesfälle gemäss Bundesamt für Gesundheit.

Lockdown-Gegner werden von Polizei eingekesselt, weil sie keine Masken tragen wollten

«Gutes Gesundheitspersonal, böse Lockdown-Gegner»: Das suggeriert diese Schlagzeile.

Am Samstag, 31. Oktober, kam es in Bern zu zwei Demos. Zum einen demonstrierte die Gewerkschaft VPOD des Gesundheitspersonals und forderte eine Corona-Prämie sowie Lohnerhöhungen. Und zum anderen demonstrierten Gegnerinnen und Gegner der aktuell geltenden Corona-Massnahmen. Trotzdem lauten die Schlagzeilen auf bernerzeitung.ch ganz unterschiedlich: «Lockdown-Gegner eingekesselt +++ Gesundheitspersonal-Demo ohne Zwischenfälle».

Mmm. Da fragt man sich natürlich unwillkürlich, ob die Kritiker der Corona-Massnahmen ähnlich wie der Schwarze Block Autos angezündet oder Schaufenster eingeschlagen haben? Dem war aber den Medienberichten zu Folge nicht so. Trotzdem kesselte die Kantonspolizei Bern auf dem Waisenhausplatz ungefähr 50 Corona-Rebellen ein, kontrollierte diese und zeigte sie offenbar auch an.

Demos sind im Moment eigentlich bewilligungsfähig. Trotzdem wurde die Demo der Lockdown-Gegner von der Stadt Bern nicht genehmigt. Begründung: Die Teilnehmenden hätten eine Schutzmaske tragen müssen. Das ist, wie wenn man an einer Veganer-Demo eine Pelztragpflicht verlangen würde.

Ach ja: Und nahmen nicht kürzlich viel mehr Greta-Jünger den Bundesplatz mit einem Camp gerade tagelang in Beschlag? Und zwar ebenfalls ohne Bewilligung! Richtig. Aber weil die rot-grüne Berner Stadtregierung zum einen die gleiche politische Haltung wie die Klima-Demonstranten hatten und da diese zum anderen offenbar mehrheitlich eine Maske trugen, wurde ihre illegale Aktion tagelang toleriert, bevor die Stadtregierung endlich aufräumte.

Mein Fazit: Bist Du rot-grün und trägst Maske, kein Polizist Dich je fasste. Bist Du gegen Lockdown und ohne Maske, die Polizei auf Dich losraste!

Freitag, 30. Oktober 2020

Kampftruppen mit Gewehr im Anschlag sollen Corona-Virus in die Flucht schlagen!

Die Schweizer Armee ist gefragt. Aber warum zeigt der Blick immer Infanterie mit Sturmgewehr?

Der Blick ist die Publikation, welche quasi permanent einen Podestplatz im Bullshit-Tagebuch beanspruchen darf. Wer auf blick.ch geht, sieht praktisch nur Corona-Schauermeldungen. Das eine mal sollen ehemalige Corona-Patienten verblödet sein, das andere Mal haben alle verfärbte Zehen. Irgendwie beschleicht mich jeweils beim Lesen solcher Meldungen der Gedanke, ob eigentlich die ganze Blick-Redaktion schon mal selber Corona hatte...

Schon fast amüsant ist dagegen der Umgang des Blicks mit der Schweizer Armee. Nur wenige Wochen, nachdem das Stimmvolk fast die Beschaffung neuer Kampfjets versenkt hätte, rufen alle nach der Armee. Das tut zwar einem bürgerlichen Grossrat im Herzen wohl.

Trotzdem frage ich mich, warum namentlich der Blick konsequent immer Kampftruppen mit Gewehr im Anschlag zeigt? Denn im Lauftext schreibt der Blick dann selber, dass vor allem «zusätzliche Sanitätssoldaten benötigt werden». Oder stellt man sich auf der Blick-Redaktion vor, dass Kampftruppen mit scharfer Munition die Viren in die Flucht schlagen? Warum dann aber nicht mal ein Kampfflugzeug bei der Corona-Jagd zeigen? Die nächste Abstimmung würde dann einfacher gehen!

Schlagen Zürcher Spitäler wegen 221 Patienten Corona-Alarm? Trotz insgesamt 4218 Spitalbetten?


4218 Spitalbetten hat der Kanton Zürich. Davon waren 221 Corona-Patienten. Das sind 5 Prozent...

Nachdem bereits viele Westschweizer Kantone gerufen haben, sie seien angeblich bereits jetzt am Limit mit ihren Corona-Patienten, erschallen jetzt Warnrufe aus dem Kanton Zürich, dem einwohnerstärksten Kanton der Schweiz. Gemäss 20 Minuten befanden sich dort am Donnerstag bereits 221 Menschen in Spitalpflege wegen Corona. 20 Minuten titelt denn auch reisserisch: "Schlagen heute auch Zürcher Spitäler Alarm?".

Mmm. Mein Verständnis für einen solchen Alarm würde sich ziemlich in Grenzen halten. Laut Statistik des Koordinierten Sanitätsdiensts (KSD) haben die Zürcher nicht weniger als 4218 Spitalbetten. Die 221 Coronapatienten (Stand Donnerstag, 29. Oktober) machen davon gerade mal 5 Prozent aus!

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Alles spricht von vollen Spitälern – aber plötzlich sind weniger Patienten auf den Intensivstationen

Auf einmal sind nicht mehr, sondern weniger Patienten in den Intensivstationen!

Die zweite Welle! Alles spricht von ihr. Bald droht sie unsere Spitäler zu überrollen! Offenbar doch nicht! Zwar haben laut NZZ die Corona-Patienten effektiv zugenommen. So zählte am 23. Oktober der Koordinierte Sanitätsdiensts der Armee (KSD) schweizweit noch 144 Corona-Patienten in den Intensivstationen, am Dienstag, 27. Oktober waren es 200. Ok. Das ist effektiv ein Anstieg.

Überraschend ist aber: Die Zahl der belegten IPS-Betten war diese Woche deutlich tiefer als noch in der Vorwoche. Am vergangenen Freitag lagen 732 Patienten auf den Intensivstationen. am Dienstag waren es noch 681. Die NZZ nennt verschiedene Gründe, warum dem so sei. Angeblich, weil es zu weniger Verkehrsunfällen komme. Interessant ist aber auch folgende Aussage im Artikel: Es scheine immer noch Spitäler zu geben, die Mühe haben, die Informationen korrekt weiterzuleiten.

Das Coronavirus könnte das Gehirn mancher Patienten um 10 Jahre altern lassen – Könnte, tut es aber dann eben doch nicht!

Eine Studie aus England behauptet, dass das Hirn von Corona-Patienten gelitten habe. Doch in welchem Zustand die Gehirne dieser Patienten vor der Erkrankung waren, das wurde nicht untersucht.

Wenn man den Medien glauben schenkt, dann hat das Corona-Virus definitiv Pest und Cholera als sprichwörtlich schlimmste Krankheiten abgelöst. «Das Coronavirus könnte das Gehirn mancher Patienten um 10 Jahre altern lassen», schreibt Watson.ch. Die Aussage basiere auf einer neuen Studie des Imperial College in London. Ja, das sind wahrlich schlechte Prognosen für all diejenigen, welche nach einem positiven Test noch mal mit dem Leben davon gekommen sind. Sie haben zwar überlebt, aber enden als doofe Dödels.

Mmm. Wenn man sich die Mühe nimmt, den Artikel bis ganz unten zu lesen, dann merkt man, dass dem aber vielleicht doch nicht ganz so ist. «Die Studie stiess freilich auch auf Kritik von Wissenschaftlern», heisst es da. "So wies die Neurologin Joanna Wardlaw von der Universität Edinburgh darauf hin, dass die kognitive Funktion der Teilnehmer vor der Erkrankung nicht bekannt gewesen sei." Sprich: Vermutlich waren die kognitiven Fähigkeiten schon vor der Corona-Erkrankung nicht mehr bei allen gut...

«Letzte Chance für die Schweiz» – Erleben wir bald ein neues Grauholz?

Die letzte Chance der Schweiz: Das hiess es letztmals 1798, als die Franzosen die Berner bei der Schlacht am Grauholz schlugen...

Die Zeitung mit den grossen Buchstaben glänzt wie schon im Frühling mit besonders aufgeblasenen Übetreibungen: «Letzte Chance für die Schweiz», heisst es heute. Droht uns denn ein Atomkrieg? Geht bald die Welt unter, oder zumindest die Schweiz? Oder – natürlich im Zusammenhang mit dem Corona-Virus – sterben jetzt jeden Tag Tausende Grippekranke?

Nada. Weiter im Text unten steht dann ganz einfach: «Wenn die Fallzahlen nicht sehr rasch gesenkt werden können, dann wird sich der Bundesrat gezwungen sehen, nochmals weitere Massnahmen zu ergreifen.» Mmm. Also so lange der Bundesrat noch «weitere Massnahmen» ergreifen kann und auch noch ein paar Bürger da sind, welche diese befolgen, so lange wird die Schweiz wohl doch noch nicht untergegangen sein. So viel zur angeblich «letzten Chance für die Schweiz»...

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Freiburg und Genf können Ansturm BEREITS JETZT nicht mehr bewältigen – BEREITS JETZT heisst: Man hat noch Kapazitäten!

Freiburg und Genf können angeblich den Ansturm auf ihre Spitäler bereits jetzt nicht mehr bewältigen. Bereits jetzt ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen...

Zwei welsche Kantone können die Pandemie bereits jetzt nicht mehr mit eigenen Kräften bewältigen. Sie rufen laut einem Artikel des Tagesanzeiger deshalb nach der Armee. Es werden Genf und Freiburg genannt, welche bereits jetzt nicht mehr mit den Corona-Kranken klar kommen. Angeblich.

Liest man unten weiter, dann stellt man fest, dass man unter bereits jetzt in der Westschweiz offenbar nicht ganz das gleiche versteht, wie diesseits der Saane. Didier Page, Kommunikationschef der Freiburger Sicherheitsdirektion, spricht von einer «angespannten Situation» im Freiburger Spital. Man habe zwar noch Kapazitäten für die Aufnahme von Corona-Patienten. Doch das im Frühling erreichte Limit von 89 Corona-Patienten sei mit derzeit 95 Hospitalisierungen bereits überschritten. Zudem habe sich ein Teil des Personals mit dem Virus infiziert, was zu zusätzlichen Engpässen führe. «Die Hilfe des Militärs würde zu einer gewissen Entspannung führen», so Page.

Ach ja, noch ein kurzer Abgleich der 95 Hospitalisierungen (Stand 28.10.2020) in den Freiburger Spitälern: Diese haben insgesamt 406 Akutbetten. Mit 95 Personen sind also nicht einmal ein Viertel mit Covid-19-Patienten belegt. Selbstverständlich gibt es ja da noch andere Patienten. Aber es ist trotzdem etwas anderes, als wenn man behauptet, den Ansturm bereits jetzt nicht mehr bewältigen zu können.

Staatsanwalt beantragt 1500 Busse – wegen zwei Plastikbechern Bier!

«Wir taten alles, um die Massnahmen einzuhalten»: Sarina Conti wehrt sich gegen eine Busse aufgrund eines Verstosses gegen die Covid-19-Verordung. (Bildquelle: SRF)

Bereits im Frühling galten strenge Vorschriften wegen dem Corona-Lockdown. Restaurants und Bars mussten schliessen und durften nur noch über die Gasse verkaufen. Das ist – zumindest im Moment – zum Glück noch nicht wieder so. Doch die harte Hand der Justiz greift durch: Bar-Betreiberin Sarina Conti soll gemäss SRF 1500 Franken Busse bezahlen, weil zwei Kunden ihren Plastikbecher Bier vor ihrer Bar getrunken hatten!

Auch wegen der anhaltenden Einschränkungen verdient Conti aktuell pro Monat nicht mal das Doppelte des vorgesehenen Strafgeldes. Und Frau Conti hat ein lupenreines Vorstrafenregister. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass der Richter hier bei seinem Urteil Vernunft walten lässt.

Deutscher Politiker will Privatwohnungen kontrollieren – bei 41,5 Millionen Haushaltungen in Deutschland!

Der deutsche SPD-Politiker Karl Lauterbach will die deutschen Bürger in ihren Privatwohnungen kontrollieren. Bei 41,5 Millionen Haushaltungen ein schwieriges Unterfangen.

Ein Blick über die Grenze ins nördliche Nachbarland Deutschland: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach will gemäss einem Welt-Artikel angesichts der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen Treffen in privaten Räumen, etwa der eigenen Wohnung, kontrollieren lassen. „Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“, sagte Lauterbach.

Lauterbach schwebt offenbar eine Neuauflage des DDR-Schnüffelstaates vor. Dazu erübrigt sich ja aus demokratischer und rechtsstaatlicher Sicht ohnehin jeder Kommentar. Aber auch bei der Schaffung einer Stasi 2.0 dürfte es dem angeblichen «Gesundheitsexperten» schwer fallen, die Deutschen in ihren eigenen vier Wänden rigoros zu kontrollieren. Im Jahr 2019 gab es in Deutschland rund 41,51 Millionen Privathaushalte. Wenn jeder Schnüffler 20 Wohnungen pro Tag kontrollieren würde, bräuchte es rund 2 Millionen Aufpasser, welche den Deutschen in ihren Wohnungen nachspionieren würden.

Dienstag, 27. Oktober 2020

Aus 1000 Fällen auf 100'000 Einwohner werden banale 15 Corona-positive im Dorf Schwellbrunn

Nimm möglichst eine hohe Zahl, setze die in irgend ein Verhältnis zu einer anderen hohen Zahl und Du hast eine fette Schlagzeile!

«Schwellbrunn hat heute hochgerechnet über 1000 positive Fälle pro 100’000 Einwohner. Damit steht das Dorf mit seinen 1500 Einwohnern an der nationalen Spitze und ist auch international ganz vorn dabei.» Enorm hohe Zahlen im Tagesanzeiger, die Eindruck machen. Schwellbrunn im Kanton Appenzell Ausserrhoden: Ein internationaler Corona-Hotspot?

Rechnen wir etwas nach: Schwellbrunn hat gemäss der Website der Gemeinde 1541 Einwohner. 1000 Fälle auf 100'000 Einwohner entsprechen 1 Prozent positiven Fällen. Die 1000 positiven Fälle auf 100'000 Einwohner schrumpfen somit in echten Zahlen für Schwellbrunn auf 15 Fälle auf die 1541 Einwohner! Statistisch ist das kaum signifikant.

Jetzt werden angeblich die Berner Spitäler überrannt, dabei sind nur die Testkapazitäten am Anschlag

Die Berner Spitäler werden überrannt! Wegen 64 übers Wochenende eingelieferten Patienten! Dabei haben die Berner Spitäler mehr als 3000 Akutbetten.

«Jetzt werden auch die Berner Spitäler überrannt!» Bei diesem Titel der Berner Zeitung könnte es einem fast Angst und Bang werden. Doch gemach: Wir haben im Kanton Bern 3000 Spitalbetten in den Akutspitälern. Von denen sind gerade mal 217 mit Corona-Patienten belegt (Stand Montag, 26. Oktober). Also 7 Prozent. Wir haben 148 Betten auf den Intensivpflegestationen (IPS) mit Beatmungsausrüstung, 195 Betten mit Überwachung. Davon sind 20 mit Corona-Patienten belegt. Also gerade mal 6 Prozent.

Wir haben also – Stand 27. Oktober 2020 – überhaupt keinen Notstand in den Spitälern im Kanton Bern! Wir haben höchtens einen Notstand bezüglich Testkapazitäten für Corona. Weil wegen den Quarantäne-Vorschriften unzählige Menschen zum Corona-Test gehen. Meist gesunde oder nur leicht kranke, wie man auf den Bildern oder auch im Schweiz Aktuell auf SRF sehen konnte.

Montag, 19. Oktober 2020

Spital Schwyz schlägt Alarm: eins von drei Betten auf der Intensivstation ist belegt!

Eins von drei Betten auf der Intensivstation belegt: Was machen sie aber in Schwyz eigentlich, wenn zwei vollbesetzte Autos einen schweren Unfall haben?

Das Spital Schwyz liess die Schweiz aufhorchen. Es erliess einen Corona-Hilferuf an die Nation! Das sorgte für Kritik. Doch dann wurden die Kritiker zu den Gejagten. Weil sie einfach den Notstand des Spitals Schwyz nicht anerkennen wollten. Der Blick unterstützte das Spital: «Die Corona-Situation im Spital Schwyz bleibt weiter angespannt. Aktuell beansprucht die Betreuung von Covid-19-Patienten rund 20 Prozent der Behandlungskapazität des Spitals. Vergangene Wochen waren im Spital Schwyz 22 von 25 Betten auf der Isolationsstation bereits belegt, ebenso wie eins von drei Betten auf der Intensivstation.»

Mmm. Ja, 20 Prozent der Behandlungskapazität ist nicht nichts. Aber trotzdem doch nur ein Fünftel... Aber ob es deswegen schon einen Hilferuf an die Nation braucht? Und dass die Intensivstation mit genau 3 Betten, die zum Intubieren ausgerüstet sind mal an den Anschlag kommen könnte, das mag ja sein. Auch wenn - Stand 19. Oktober - gemäss dem besagten gleichen Blick-Artikel nur eines dieser drei Betten (weitere drei Intensivbetten sind nicht zum Intubieren ausgelegt) belegt war. Eine Corona-Infektion in Schwyz oder Umgebung kann also gefährlich sein. Ein schwerer Autounfall mit mehreren Beteiligten aber auch. Bei einem schweren Unfall von zwei gut besetzten Autos etwa werden Intensivbehandlungsplätze bereits knapp. Meiden sie also besser den schönen Ort Schwyz oder fahren sie zumindest mit dem ÖV hin.

Montag, 18. Mai 2020

Italiens erster Corona-Toter starb gar nicht an Corona

Autopsien an „Corona-Toten“ wurden in Italien verboten – zum Schaden der Patienten.

Autopsien von Toten können helfen, die Todesursachen besser zu verstehen. Oder allenfalls – wie im Fall der Corona-Pandemie – auch helfen, die neue Krankheit besser kennen zu lernen. Doch in Italien wurden die Autopsien von Corona-Toten verboten. Warum? Vermutlich, weil man befürchtete, dass gar nicht alle Corona-Toten effektiv an Corona verstorben waren.

Deshalb wurde auch erst im Mai bekannt, dass Italiens erster «Corona-Toter» im Februar gar nicht an Covid-19 verstorben ist – dank der Autopsie, die von der Staatsanwaltschaft spät, aber doch angeordnet worden war. Dieseenthüllte eine andere Wahrheit: Der Tote litt an schweren, chronisch degenerativen Erkrankungen. Sein Tod war offenbar auf diese zurückzuführen, nicht auf das Coronavirus.

Autor: Samuel Krähenbühl