16.4.2023

Willkommen zurück im Mittelalter!

Bildung
Das eigentlich denkmalgeschützte Wandbild im Berner Wylergut wurde bereits widerrechtlich von linken Ideologen überstrichen und somit zensuriert.

Bern wird immer "woker". Letzten Sommer brach die Belegschaft in der Berner Brasserie Lorraine das Konzert einer Reggae-Band wegen angeblicher "kultureller Aneignung" sofort ab. Angeblich hätten sich ein paar Konzertbesucher "unwohl" gefühlt, weil etwa einer der Musiker eine Rasta-Frisur getragen hatte. Bald darauf schmiss die gleiche Quartierbeiz Schweizer Soldaten in Uniform raus.

Aktuell gehen die Wogen hoch wegen einem angeblich rassistischen Wandbild, das seit 1949 bis vor kurzem völlig unbeachtet in einer Schule im Berner Schulhaus Wylergut zu betrachten war. Bereits wurden einige der Buchstabenfelder übermalt. Etwa der Buchstaben "I", bei dem ein Indianer abgebildet war. Nun wird das künstlerisch banale Wandbild für viel Geld abgebaut und soll 2024 im Bernisch Historischen Museum in einer Ausstellung "kritisch kontextualisiert" werden.

Der Witz dabei: 50 Jahre lang hat sich offenbar auch niemand an diesem Wandbild gestört. Ja, das Bild galt - und gilt eigentlich noch immer - für die Denkmalpflege als erhaltenswert. Die Übermalung eines Teils der Bilder ist also mutmasslich sogar eine Straftat. Man stelle sich vor: Ein bürgerlicher Hausbesitzer irgendwo im Kanton würde in seinem denkmalgeschützen Haus ein altes Wandbild einfach so übermalen! Ein Baustopp würde sofort erlassen. Nicht so in der linken Stadt Bern. Dort sind nicht alle gleich. Einige sind "gleicher".

Mich erinnern solche Entwicklungen an längst vergangene Epochen. Etwa an die Zeit der Hexenverfolgungen. Eine Gruppe von selbsternannten Sittenwächtern (oder "Sittenwachenden", wie die Woken sagen würden) erlässt willkürliche und teils völlig abstruse Vorschriften. Und weil die schweigende Mehrheit der Bevölkerung nicht aufpasst, werden diese extremen Ideen plötzlich mehrheitsfähig. Die Medien eilen hier meist willfährig voraus.

"Wehret den Anfängen!" Das gilt hier deshalb besonders. Denn sonst landen wir auf einmal wieder zurück im Mittelalter.

Autor: Samuel Krähenbühl